Scheckabrechner IBM 803

Ankündigung: 1949





Der bargeldlose Zahlungsverkehr mit Schecks wurde in den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu einer außerordentlichen Belastung der Tagesarbeit. Die eingereichten Schecks waren nach den bezogenen Banken/Sparkassen zu sortieren, eine Liste mit den Beträgen mußte handschriftlich für die jeweils bezogene Bank angefertigt, die erfassten Beträge mussten aufaddiert und anschliessend mussten die Schecks noch zusätzlich mit einem Stempel versehen werden, d.h. sie wurden indossiert.
 
Diese handschriftliche Arbeit und die Bildung der Summen musste außerdem nochmals kontrolliert werden.
Für diese Arbeitvorgänge entwickelte die IBM den Scheckabrechner IBM 801,verfügbar ab 1934.



Das Bedienfeld besteht aus folgenden Komponenten.

Funktionsweise:

Mit einer Zifferntastatur wurde der Betrag eingegeben, die Taste für die bezogene Bank betätigt, dadurch wurde der Scheck selbstätig eingezogen und in einem Fach der Sortiertrommel abgelegt. In einem zugeordneten Addierwerk mit Drucker wurde dieser Betrag dann ausgedruckt. Zusätzlich wurde der Betrag auch auf einem dem Sortierfach zugeordneten Drucker ausgedruckt. Gleichzeitig erfolgte die Indossierung des Schecks. Es gab insgesamt 24 Sortierfächer.
In den 1949 verfügbaren Folgemaschinen IBM 802 und IBM 803 (siehe auch Bild) waren es dann 32 Fächer.
 
Die Vorgängermaschine der IBM 803 ist die IBM 801 aus dem Jahr 1934
Die Nachfolgersysteme als IBM Standard Systeme sind das IBM 3600 System und das IBM 4700 System aus den Jahren 1960 bzw.1970.

Zwischenzeitlich gab es nur einzelne Sonderprodukte, die landesspezifisch waren

Nähere Informationen

Bedienerfeld:




Im Bedienerfeld sieht man die Fachauswahltastatur mit ihren 32 Fachauswahltasten, jeweils eine für jede auswählbare Bank.
























Sortiertrommel




Die Sortiertrommel ist normalerweise geschlossen. Nur zur Entnahme der Schecks wird sie mittels eines Schiebers kurzzeitig geöffnet. Während dieser Zeit kann die Eingabetaste aus Sicherheitsgründen nicht betätigt werden



























Fachdrucker




Hier sieht man die Fachdrucker auf der Rückseite der IBM 803. Jedes Fach hat seinen eigenen Drucker, auf dem nur die Umsätze dieses Faches dokumentiert werden.

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