Pantograph Punch




für das
Hollerith Electric Tabulating System

(HETS)

Hollerith hatte bei den Erprobungen seines Lochkarten-Systems in den 1880er Jahren für die Kartenlochung eine Eisenbahn-Schaffnerzange benutzt. Dadurch bekam er erhebliche Schmerzen im rechten Arm.
Das exakte „Zielen“ auf die zu lochende Position war so auf Dauer nicht sicher. Das ist aber entscheidend für die ordentliche Abfühlung der Lochkarte bei der Auswertung im „Elektrischen Zähl- und Sortier-System“, wie man das HETS auch nennen kann.

Mit seinem Pantograph Punch werden die Daten leichter und vor allem stets exakt an der Lochposition in die Lochkarte gelocht.

Die zu lochenden Daten werden mit dem langen Hebel (vorn der Knopf-Handgriff) auf der gelochten Platte einzeln „angezielt“ und durch Niederdrücken des Hebels ging ein Stift in die Lochung darunter. Damit wurde die Lochung in der Lochkare genau positioniert.Dieser lange Hebel verminderte erheblich den Kraftaufwand beim Lochen.

Beim US Census 1890 wurden ca. 500 Pantograph Punches benutzt. Pro Lochkarte waren durchschnittlich 17 Löcher zu lochen. In einer Arbeitszeit (9 Uhr bis 16 Uhr) wurden durchschnittlich 700 Lochkarten gelocht.

Der Pantograph Punch wurde Herman Hollerith durch das US Patent Nr. 487,737 („Keyboard Punch“) vom 13. Dezember 1892 geschützt.

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